Synthetische Öle in der Sauna

Synthetische Öle in der Sauna

Synthetische Öle sind kostengünstig und besser als ihr Ruf. Seit dem 19. Jahrhundert bilden Forscher natürliche Duftstoffe im Labor nach. Im Bereich Wellness und Parfüm sind die Duftöle nicht mehr wegzudenken. Die Produkte orientieren sich an den Maßgaben der Natur. Und haben viele Vorteile. Beispielsweise fehlen die natürlichen, allergenen Stoffe. Atemwege und die Haut von empfindlichen Menschen werden dadurch nicht gereizt.

Für Laien ist es fast unmöglich, natürliche von synthetischen Düften zu unterscheiden. Zumindest, wenn man vorher nicht die Packungsbeilage studiert hat. Die Duftkompositionen sind vielfältig. Es gibt viele Gründe, die für und gegen den Gebrauch von synthetischen Ölen sprechen. Seit einiger Zeit nimmt die Anzahl von Sauna-Aufgüssen mit synthetischen Ölen zu.

Einzigartige Duftkompositionen

Ob blumig, fruchtig, sinnlich oder erfrischend: Die Bandbreite der synthetisch hergestellten Düfte ist vielfältig. Neue Kreationen erobern jährlich den Markt. Bereit dazu, die menschlichen Sinne zu verwöhnen. Die künstlich hergestellten Öle können beispielsweise den Geruch von Rosen nachahmen. Oder aber die erfrischende Note von Minze tragen. Künstliche Zusätze lassen sich zuverlässig nur im Labor nachweisen. Ein guter Grund, nur beim Händler des Vertrauens einzukaufen.

Naturreine Öle bestehen aus einer Vielfalt von Substanzen. Jeder pflanzliche und tierische Stoff enthält eine Vielzahl charakteristischer Merkmale. Natürliche Düfte haben auch eine therapeutische Wirkung. Diese können im Chemielabor (noch) nicht kopiert werden. Der Duft der künstlichen Öle ist rein psychologischer Natur. Für die Aromatherapie beispielsweise sind die synthetischen Materialien fast uninteressant.

Die Kosten im Blick

Der günstige Preis ist für viele Saunagänger der Grund, um auf künstlich hergestellte Öle zurückzugreifen. Verständlich, dass eine Flasche mit 10000 gepressten Rosenblättern teurer ist, als der im Labor hergestellte Duft. Der Nachteil: Die Produkte unterliegen starken Qualitätsschwankungen. Nicht alle Erzeuger liefern in diesem Bereich zufriedenstellende Ergebnisse.

Viele Hersteller führen das Qualitätszeichen: Geprüfte Qualität, deutscher Sauna-Bund. Folgende Kriterien erfüllen Produkte mit dem Siegel:

  • Natürlichkeit der Zutaten
  • Vollständige Inhaltsangabe
  • Geprüfte Qualität
  • Sichere Verpackung
  • Exakte Dosierhilfen

Die Mittel mit dem Zertifikat unterliegen strengen Richtlinien und Vorgaben. Einige Betreiber öffentlicher Saunen greifen auf diese künstlichen Duftessenzen zurück.

Tipp: Im Gegensatz zu naturreinen Ölen vermischen sich künstliche Zusätze gut mit Wasser. Dies erleichtert die Zubereitung des Sauna-Aufgusses.

Allergiesichere Aufgüsse

Es existieren keine verwertbaren Belege, dass hochwertige synthetische Öle zu Hautproblemen oder Allergien führen. Reizungen der Haut, die in der Sauna auftreten, sind oft auf Schweiß und Hitze zurückzuführen. Bei der Verwendung sind folgende Punkte wichtig:

  • Maßvoller Einsatz
  • An die Vorgaben der Packungsbeilage halten.
  • Hochwertige Produkte verwenden.
  • Unverdünnte Öle nicht mit der Haut in Berührung bringen.

Künstliche Essenzen sind oft ein Konzentrat. Schon wenige Tropfen reichen für einen ergiebigen Saunaaufguss aus. Für die Anwendung in der Sauna sollte ein Wasser-Öl-Gemisch eingesetzt werden. Die synthetisch hergestellten Düfte verdunsten nicht rückstandsfrei. Eine zu große Menge kann sich schädlich auf die Gesundheit auswirken.

Warnhinweise beachten

Die künstlichen Öle sind nicht für die Körperpflege oder als Badezusatz geeignet. Es kann eine Reizung der Haut, Atemwege und Augen auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Produkte streng nach Packungsbeilage anzuwenden. Auch vom Einsatz in Duftlampen für Innenräume wird abgeraten. Treten gesundheitliche Beschwerden auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Bienchen