Pilzkraut

Das Pilzkraut ist eine bei uns noch relativ unbekannte Kräuterpflanze. Der markante, pilzartige Geschmack gab dem Gewächs seinen Namen. Rungia klossii, so der botanische Name der aus Papua-Neuguinea stammenden Pflanze, ist überaus einfach zu kultivieren und sollte in keiner abwechslungsreichen Küche fehlen. Das zur Familie der Akanthusgewächse gehörende Pilzkraut findet in Soßen ebenso Verwendung wie in Suppen und Eintöpfen. Ein absoluter Geheimtipp ist die Zubereitung von schmackhaftem Pesto.

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Standort: Das mehrjährige Kraut kann eine Wuchshöhe zwischen 40 und 80 Zentimetern erreichen. Die subtropische Pflanze benötigt vollsonnige Standorte, kommt jedoch auch mit Plätzen im lichten Halbschatten recht gut zurecht. Pilzkraut kann in unseren Breitengraden ausschließlich im Kübel kultiviert werden, die Überwinterung erfolgt dabei im Haus.

Boden: Das Gewächs mit dem kriechenden Wurzelstock bevorzugt saure Böden, der ph-Wert des Substrats sollte unter 6,5 liegen. Herkömmliche Blumenerde sollte dazu mit geringen Mengen Sand und Humus vermischt werden.

Gießen und Düngen: Das Pilzkraut verträgt keine Trockenheit, das Substrat sollte stets feucht gehalten werden. Meide kalkhaltiges Wasser, denn das lagert sich in den Wurzeln ab und hemmt die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Von März bis September kann das Gewächs mit Flüssigdünger oder einem verdünnten Sud aus Brennnesseln gedüngt werden. Alternativ reicht es jedoch auch aus, wenn die Pflanze einmal jährlich in frische Erde umgesetzt wird.

Schneiden: Unter idealen Bedingungen weist Rungia klossii in der Hauptvegetationszeit einen fast unbändigen Wuchs auf. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist wichtig, damit das Gewächs am unteren Stängel nicht verkahlt. Bis zu 2/3 können bedenkenlos mit einem scharfen Messer abgetrennt und sofort weiterverwendet werden. Eine haushaltsübliche Schere hat bei der Pflege von Pflanzen nichts verloren. Denn diese quetscht die Schnittstellen nur unnötig. Braune Wundränder entstehen, welche gleichzeitig Viren und Pilzen eine ideale Eintrittspforte bieten können.

Author: Bienchen