Menthol-Kristalle

Menthol-Kristalle

Der erfrischende Saunaaufguss

Das natürliche ätherische Öl Menthol kommt in hoher Konzentration in vielen Minze-Arten vor. Menthol-Kristalle werden aus den Inhaltsstoffen der Gattung „Mentha“ gewonnen. Mittels eines speziellen Kühlverfahrens wandelt sich das naturreine Öl in kleine kristallförmige Gebilde um.

Menthol besitzt eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung. Das Monoterpen mindernd Juckreiz und wirkt schleimlösend. Bei Saunagängern gewinnt Menthol zunehmend an Bedeutung. Hier wird das ätherische Öl flüssig oder in kristalliner Form eingesetzt. Der Vorteil dieser modernen Aufgussart: Sie wird ohne Wasser durchgeführt. Mit der Schöpfkelle werden 1 bis 4 Kristalle auf die heißen Steine gelegt. Dort entfalten sie ihre erfrischende, antibakterielle Wirkung. Gerade bei grippalen Infekten kann sich ein Aufguss mit Menthol positiv auf die Gesundheit auswirken.

Die Eigenschaften von Menthol-Kristallen

Die feinen Menthol-Splitter stammen ursprünglich aus China und Indien. In jüngster Vergangenheit ist die Nachfrage nach Saunaaufgüssen mit den Kristallen stark gestiegen. Es gibt ein paar Besonderheiten bei der Anwendung. Die Kristalle bleiben bis zu einer Temperatur von etwa 42° C fest. Steigt der Wärmegrad, setzt der Schmelzvorgang ein. Der kühlende und intensive Duft von Menthol entfaltet sich.

Die im Menthol enthaltenen Stoffe wirken sich auf die Kaltrezeptoren der Haut aus. Bei der Anwendung empfinden die Saunagäste ein Kältegefühl. Dieses ist nicht physikalisch, sondern pharmakologisch. Ob das Gefühl als irritierend oder angenehm empfunden wird, ist individueller Natur. Dieser Effekt kann auch Nachteile bringen. Die Saunierenden nehmen die Hitze der Sauna nicht mehr wahr. Kreislaufprobleme treten auf, wenn man die hohen Temperaturen unterschätzt und den Aufenthalt in der Sauna verlängert.

Umgang mit den Kristallen

Nicht in jeder öffentlichen Sauna ist der Einsatz von Menthol-Kristallen erlaubt. Und auch bei der Verwendung daheim ist Vorsicht geboten. Denn der Flammpunkt der Steine ist relativ gering. Bei unsachgemäßer Anwendung können sich die Splitter ab etwa 101° C selbst entzünden. Es ist sinnvoll, vor dem „Aufguss“ die Steine des Saunaofens mit Wasser oder Eis abzukühlen. Die Alternative: Die Menthol-Kristalle in eine feuerfeste Schale legen, die auf den Saunasteinen hängt oder liegt. So minimiert sich die Gefahr einer Stichflamme.

Tipp: Menthol-Kristalle sollten bei Nichtgebrauch an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden.

Die naturreinen Kristalle ziehen Feuchtigkeit und verkleben schnell. Hautkontakt sollte vermieden werden. Das Menthol hinterlässt eine starke Konzentration auf der Haut. Dies kann eine kurzzeitige Taubheit hervorrufen. Wichtig beim Umgang mit den Essenzen: Weniger ist mehr. Eine zu hohe Dosierung kann gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Es besteht die Gefahr, dass Haut, Augen und Atemwege gereizt werden. In einem derartigen Fall unverzüglich die Tür öffnen und gründlich duschen. Kommt es zu weiteren Komplikationen, sollte man sofort einen Arzt konsultieren.

Die richtige Dosierung

Wie viel Menthol Kristalle verwendet werden sollten, ist abhängig von der Größe der Sauna. Wie oben im Text erwähnt, geht man in der Regel von 1 bis 4 Kristallen aus. Eine 50-g-Packung reicht für 30 bis 40 Anwendungen aus. Für Experimentierfreudige: Die nadelförmigen Kristalle können auch dem Aufgusswasser zugesetzt und nach Belieben mit anderen Düften versetzt werden. Speziell haben sich hier zitrusartige oder fruchtige ätherische Öle bewährt.

Für Säuglinge und Kleinkinder ist die Verwendung von Mentholkristallen nicht geeignet. Eine Überdosierung kann eine schwere Atemnot bis hin zum Atemstillstand führen. Auch in der Schwangerschaft ist es ratsam, auf einen Aufguss mit Menthol zu verzichten.

Tipps bei der Anwendung von Menthol-Kristallen

Die Verwendung der Splitter aus naturreinem ätherischen Öl wird von Saunagängern kontrovers diskutiert. Viele Anbieter und Verbände warnen vor den Risiken. Andere eingefleischte Saunierende möchten auf diese Art von Aufguss nicht mehr verzichten. Bei der richtigen Handhabung steht dem Saunaaufguss mit Menthol nichts im Weg.

  • Handschuhe oder Werkzeug zum Ausbringen der Splitter verwenden.
  • Nicht den Helden spielen und bei Bedarf die Sauna verlassen.
  • Die Dosierung nur langsam steigern.
  • Den kühlenden Effekt des Menthols und die hohe Temperatur der Sauna nicht unterschätzen.
  • Mentholkristalle nicht in Duftlampen verwenden.
  • Die Splitter sollten nicht mit den Heizstäben in Kontakt kommen – Brandgefahr!
  • Feuerfeste Schale im Saunaofen verwenden.
  • Vor der ersten Anwendung Packungsbeilage durchlesen und die Anweisung befolgen.

Bienchen